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The Kaiser, Hitler & the Jewish Department Store

a Bloomsbury Academic book expected 2022

English

From the emergence of department stores in the late 19th century to the financial disasters of the years following the end of World War I, the history of large-scale retailing in Germany was dominated by a pioneering generation of German-Jewish entrepreneurs who found fortune and influence only to have their livelihoods taken by Hitler and the Nazis in the 1930s.

 

Drawing on a range of archival sources and private collections, The Kaiser, Hitler and the Jewish Department Store reveals how, contrary to Nazi claims, Jewish-owned department stores were decent employers, popular with customers, and well integrated into the economy. In fact, such institutions were so integral to German society that, when Hitler came to power in 1933, the Nazis were forced to abandon their pledge to abolish them. As this revelatory history argues, the end of the Jewish-run store cannot solely be attributed to the rise antisemitism: it was also the consequence of financial mismanagement and the indifference of the German people.

 

John F. Mueller reveals the German-Jewish department store as a powerful force in society and politics as well as a leader in architecture and design. His book challenges common assumptions about the relationship between consumer culture, the German-Jewish business community and the rise of Nazism, providing fresh insights into the social history of modern Germany.

Deutsch

Von der Entstehung der Warenhäuser im späten 19. Jahrhundert bis zu den Finanzkatastrophen der Jahre nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde die Geschichte des Einzelhandels in Deutschland von einer Pioniergeneration deutsch-jüdischer Unternehmer geprägt. Diese kam zu Wohlstand und war einflussreich, doch wurde ihnen in den 1930er Jahren von Hitler und den Nazis alles genommen.

Anhand von neuen Archivquellen und Privatsammlungen zeigt The Kaiser, Hitler and the Jewish Department Store, wie, entgegen den Behauptungen der Nazis, Warenhäuser anständige Arbeitgeber, bei den Kunden beliebt und gut in die Wirtschaft integriert waren. Tatsächlich waren diese Warenhäuser ein so integraler Bestandteil der deutschen Gesellschaft, dass die Nazis nach der Machtübernahme Hitlers 1933 gezwungen waren, ihr Versprechen, sie abzuschaffen, aufgeben mussten. Wie dieses aufschlussreiche Buch argumentiert, ist das Ende des von Juden geführten Einzelhandels nicht allein auf den zunehmenden Antisemitismus zurückzuführen, sondern auch die Folge von finanziellem Missmanagement und der Gleichgültigkeit des deutschen Volkes.

John F. Mueller zeigt das deutsch-jüdische Warenhaus als wichtigen Faktor in Gesellschaft und Politik sowie als Vorreiter in Architektur und Design. Sein Buch hinterfragt gängige Annahmen über die Beziehung zwischen Konsumkultur, deutsch-jüdischer Geschäftswelt und dem Aufstieg des Nationalsozialismus und bietet neue Einblicke in die Sozialgeschichte des modernen Deutschlands.